{"id":458,"date":"2017-02-13T15:54:13","date_gmt":"2017-02-13T15:54:13","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturellevereinigung.ch\/?p=458"},"modified":"2017-02-20T10:32:57","modified_gmt":"2017-02-20T10:32:57","slug":"einladung-19-2-2017-fredy-k-n-i-e-im-gespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/?p=458","title":{"rendered":"Zeitungsbericht: Fredy K N I E  im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fredy Knie: seit 70 Jahren im und mit dem Zirkus unterwegs<\/strong><\/p>\n<p>An einem weiteren Vortragsabend der Kulturellen Vereinigung Bad Ragaz erz\u00e4hlte Zirkusdirektor Fredy Knie jun. (1946) im Gespr\u00e4ch mit Renato Bergamin von seinen ersten Auftritten in der Manege, \u00fcber seine Leidenschaft f\u00fcr Pferde, das Leben im und f\u00fcr den Zirkus und gab interessante Einblicke hinter die Kulissen.<\/p>\n<p>von Hans Hidber<\/p>\n<p>Bad Ragaz. \u2013 Der prominente Gast, vorgestellt von Claudia Biel vom Vorstand der Kulturellen Vereinigung, zeigte sich positiv \u00fcberrascht, dass trotz des Prachtstages, lockendem Skivergn\u00fcgen und Fasnachtsaktivit\u00e4ten so viele Interessierte den Weg in den Kursaal gefunden hatten. Kein Wunder, geh\u00f6rt doch der bald 200-j\u00e4hrige \u00abSchweizer National Circus\u00bb zum Kulturgut der Schweiz und ist wohl jedem Kind ein Begriff. Bis in die fr\u00fcheren Siebzigerjahre gastierte der Zirkus abwechslungsweise mit Buchs auch auf dem fr\u00fcheren Markthallenareal beim Bahnhof Sargans. Zur Einstimmung in den Gespr\u00e4chsabend zeigte ein Kurzfilm in gerafftem Zusammenschnitt Szenen aus verschiedenen Zirkusprogrammen im Laufe der Jahrzehnte, unter anderem auch den ersten Dressur-Auftritt des erst vierj\u00e4hrigen Fredy Knie auf einem Pony an der Seite seines gleichnamigen Vaters (1920 \u2013 2003), dazu viele Highlights mit bekannten Artisten, Clowns sowie Dressurnummern, wie etwa der Ritt der Bengaltigerin India auf dem Breitmaulnashorn Zeila \u2013 eine Weltsensation (1972).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Herz f\u00fcr Tiere<\/strong><\/p>\n<p>Fredy Knies gr\u00f6sste Leidenschaft gilt seit seiner fr\u00fchesten Kindheit den Pferden. Als erstes Spielzeug haben ihn nur kleine Holzpferdchen und nichts Anderes sonst interessiert. Heute ist Fredy Knie einer der europaweit f\u00fchrenden Experten der Pferdedressur. \u00abMir ist aber jedes Tier ans Herz gewachsen\u00bb, betont er. Die Elefanten wurden zwar aus dem Zirkusprogramm genommen, leben aber in der grossz\u00fcgig und nach den neuesten Forschungskriterien erbauten Anlage im Kinderzoo Rapperswil besucht werden. \u00abWir beteiligen uns an einem internationalen Zuchtprogramm zur Erhaltung der asiatischen Elefanten, die vom Aussterben bedroht sind.\u00bb Was passiert mit den in die Jahre gekommenen Pferden, die in der Manege nicht mehr mithalten k\u00f6nnen? so eine Frage aus dem Publikum. \u00abSie geh\u00f6ren bis zu ihrem Lebensende zu uns\u00bb, erkl\u00e4rte Fredy Knie. Dabei werde ihnen als \u00abPensionierte\u00bb die gleiche Tagesstruktur geboten wie zu ihren Aktivzeiten; ein Besch\u00e4ftigungsprogramm nach ihren M\u00f6glichkeiten und mit Auslauf auf der Weide. \u00abSie sollen sich nicht in ein Altersheim abgeschoben f\u00fchlen.\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Multikulturelles Zusammenleben<\/strong><\/p>\n<p>Das Zusammenleben auf engstem Raum von Menschen verschiedener kultureller Herkunft und Religionen f\u00fchrt sonst nicht selten zu Reibungen und Auseinandersetzungen. Nicht so beim Zirkus Knie, dessen Belegschaft sich aus verschiedenen Nationen zusammensetzt. Das Rezept f\u00fcrs friedliche Zusammenleben: \u00abZwei Dinge sind bei uns tabu: \u00dcber Religion und Politik wird nicht gesprochen\u00bb, so Fredy Knie. Damit entfalle der Z\u00fcndstoff f\u00fcr Feindseligkeiten im Kleinen wie im Grossen. Es sind denn auch die beiden Komponenten, die weltweit wohl am meisten f\u00fcr Intoleranz, Hass, Unterdr\u00fcckung und Terror verantwortlich sind. Unter anderem kann sich der Zirkus auf die starke Fraktion von gegen 50 Marokkanern verlassen, die immer wieder aus ihren eigenen Reihen und in eigentlichen Familiendynastien f\u00fcr Nachwuchs und Kontinuit\u00e4t sorgen. \u00abJeder Angestellte weiss genau, was er zu tun hat\u00bb. Nur so sei es m\u00f6glich, dass nach einer abendlichen Abschiedsvorstellung das Zelt mit der ganzen Infrastruktur bereits am folgenden Mittag am neuen Ort stehe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit der Zeit gehen<\/strong><\/p>\n<p>Fredy Knie, der auch als 70-J\u00e4hriger immer noch mit ungebrochenem Engagement lange Arbeitstage bew\u00e4ltigt \u2013 morgens Besch\u00e4ftigung mit den Tieren, nachmittags B\u00fcroarbeit und abends in der Manege \u2013 ging noch auf verschiedene weitere Fragen des Moderators und auch aus dem Publikum ein. Gefragt, ob er nicht einige Highlights aus dem bereits konzipierten Programm 2018 verraten wolle, meinte er: \u00abF\u00fcr mich muss das ganze Programm ein Highlight sein\u00bb. Welches einzelne H\u00f6hepunkte seien, m\u00fcsse dann das Publikum entscheiden. \u00abJedes Programm ist ganz anders als das vorausgehende\u00bb. Und mit Blick auf die Zukunft: \u00abZum \u00dcberleben muss auch der Zirkus mit der Zeit gehen und sich neuen Erkenntnissen und Vorlieben des Publikums anpassen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fredy Knie: seit 70 Jahren im und mit dem Zirkus unterwegs An einem weiteren Vortragsabend der Kulturellen Vereinigung Bad Ragaz erz\u00e4hlte Zirkusdirektor Fredy Knie jun. 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