{"id":570,"date":"2018-03-29T14:39:33","date_gmt":"2018-03-29T14:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturellevereinigung.ch\/?p=570"},"modified":"2018-03-29T14:39:33","modified_gmt":"2018-03-29T14:39:33","slug":"zeitungsartikel-zum-architekturvortrag-von-maurus-frei-28-3-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/?p=570","title":{"rendered":"Zeitungsartikel zum Architekturvortrag von Maurus Frei, 28.3.2018"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Zuerst Modelle, dann Pl\u00e4ne<\/strong><\/h3>\n<p>Am letzten Vortragsabend dieser Saison der Kulturellen Vereinigung Bad Ragaz<br \/>\ngab der B\u00fcndner Architekt Maurus Frei (Chur und Z\u00fcrich) interessante Einblicke in den langwierigen Prozess bei der Realisation gr\u00f6sserer Bauprojekte von der Idee bis zur Vollendung.<\/p>\n<p>von Hans Hidber<\/p>\n<p>Bad Ragaz. \u2013 Wer im Vorfeld des Vortrags nur den Titel \u00abBauen in den Alpen\u00bb gelesen hat, dachte vielleicht an architektonische Vorzeigebeispiele von Alph\u00fctten oder Ferienwohnungen im Gebirge.<\/p>\n<p>Nichts von alledem: \u00abDie Alpen beginnen in Chur\u00bb, erkl\u00e4rte der in M\u00fcstair und Domat Ems aufgewachsene Referent, Architekt Maurus Frei, Inhaber der Maurusfrei Architekten AG mit 40 Mitarbeitenden in Chur und Z\u00fcrich. Er ist auch Dozent f\u00fcr Entwurf und Konstruktion an der HTW in Chur. Was ihm besonders wichtig ist \u2013 wie er anhand verschiedener Beispiele zeigte \u2013 die Anpassung an die Umgebung und bestehenden Bauten. Wie kann man zum Beispiel einen Neubau neben einem historischen Geb\u00e4ude so gestalten, dass sie sich gegenseitig nicht st\u00f6ren, sondern im Gegenteil bereichern? In der Natur ist nichts fadengerade. So w\u00fcrde etwa ein kubischer Block schlecht zur Nachbarschaft eines naturhaften, verspielten Parks passen. Frei zeigte unter anderem eine gegl\u00fcckte \u00dcberbauung beim Park des \u00abDuc de Rohan\u00bb in Chur. Die sanften, geschwungenen Linien der Fassaden sind ein Markenzeichen seiner Architektur-Philosophie auch bei anderen Bauten.<\/p>\n<p><strong>\u00abBauherren zu Komplizen machen\u00bb<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00ab<\/strong>Die Bauherrschaft soll sich fr\u00fchzeitig ein plastisches Bild \u00fcber unsere Ideen machen k\u00f6nnen\u00bb, so der Referent. Sterile Grundrisse und Schnitte k\u00f6nnen kaum Emotionen wecken. Viel aussagekr\u00e4ftiger sind Modelle mit Einbezug der Umgebung. \u00abDa kann man beim Au8ftreggeber Freude und Begeisterung wecken und ihn gleichsam an die Hand nehmen und durch die weiteren Entwicklungsprozesse f\u00fchren\u00bb, weiss Frei aus Erfahrung. Bauprojekte sollen nicht nur aus dem Gesichtswinkel der Funktionalit\u00e4t und allf\u00e4lliger Rendite betrachtet werden, ist f\u00fcr den Architekten ein wichtiges Anliegen. \u00abAnhand eines Modelles kann man die Freude eines Auftragsgebers an einer \u00e4sthetischen und auch etwas verspielten Form einer Baute wecken\u00bb, ist der Architekt \u00fcberzeugt. Beispiele daf\u00fcr kann der Projektverfasser und Generalplaner genug vorweisen. Selbst reine Zweckbauten wie die Bahnhoferweiterung in St. Moritz oder die Tal- und Bergstation der Jakobshornbahn verstr\u00f6men einen Charme, der sich von tristen 08\/15 Objekten deutlich abhebt.<\/p>\n<p><strong>Der Neubau der Somedia im Fokus<\/strong><\/p>\n<p>Am Beispiel des Somedia Pressehauses, direkt an der Bautobahn A13 in Chur gelegene und auch von der RhB-Linie aus un\u00fcbersehbare zeigte Maurus Frei auf, was es vonseiten der Architektur und Generalplanung aus alles braucht, um die Investoren von der Idee zu begeistern und dann Schritt f\u00fcr Schritt die Realisierung voranzutreiben. \u00abZu diesem Auftrag sind wir gekommen wie die Jungfrau zum Kind\u00bb, n\u00e4mlich zur Einladung zur Teilnahme an einem Wettbewerb, bei dem es anf\u00e4nglich nur um ein Grobkonzept mit den Erschliessungsm\u00f6glichkeiten gegangen sei. Daraus sei dann der Auftrag f\u00fcr die Projektierung und Ausf\u00fchrung als Generalunternehmung entstanden. Frei bezeichnete den Bau als \u00abFiletst\u00fcck\u00bb f\u00fcr Chur-West. In der Gestaltung des Vorzeigeobjektes wurde der Philosophie eines Medienhauses v\u00f6llig Rechnungen getragen: Transparenz, Offenheit und Flexibilit\u00e4t. Die st\u00fctzenlose Konstruktion erlaubt je nach wechselnden Bed\u00fcrfnissen interne Verschiebungen der Raumstrukturen \u2013 und im Zentrum beeindrucken serpentinenartige Treppenaufg\u00e4nge, die alles miteinander verbinden. Und zur architektonischen \u00dcberzeugungsarbeit hielt der Referent als Schlusssatz fest: \u00abModellieren ist Zukunft\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuerst Modelle, dann Pl\u00e4ne Am letzten Vortragsabend dieser Saison der Kulturellen Vereinigung Bad Ragaz gab der B\u00fcndner Architekt Maurus Frei (Chur und Z\u00fcrich) interessante Einblicke in den langwierigen Prozess bei der Realisation gr\u00f6sserer Bauprojekte von der Idee bis zur Vollendung. von Hans Hidber Bad Ragaz. \u2013 Wer im Vorfeld des Vortrags nur den Titel \u00abBauen &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/?p=570\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zeitungsartikel zum Architekturvortrag von Maurus Frei, 28.3.2018<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=570"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":571,"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/570\/revisions\/571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}