{"id":654,"date":"2019-02-15T07:37:02","date_gmt":"2019-02-15T07:37:02","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturellevereinigung.ch\/?p=654"},"modified":"2019-03-04T07:33:23","modified_gmt":"2019-03-04T07:33:23","slug":"einladung-vortrag-dem-higgs-teilchen-auf-der-spur-27-2-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturellevereinigung.ch\/?p=654","title":{"rendered":"Zeitungsbericht zu &#8222;dem Higgs-Teilchen auf der Spur&#8220;"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Die Welt der kleinsten Teilchen<\/strong><\/h2>\n<h3><em>Professor Doktor Peter Jenni vom CERN, der europ\u00e4ischen Organisation f\u00fcr Kernforschung, konnte f\u00fcr die vergangene Woche stattgefundene Veranstaltung der Kulturellen Vereinigung in Bad Ragaz gewonnen werden. Beeindruckend gab er Einblick in die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Teilchenphysik. <\/em><\/h3>\n<h5>von Angela Adank<\/h5>\n<p>Um ganz ehrlich zu sein, auch wenn die Allgemeinheit keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste zeigte mit dem Thema der Teilchenphysik und der Kursaal im Grand Resort bis zum hintersten Platz ausgef\u00fcllt war, ziemlich abstrakt und komplex f\u00fchlte sich die Thematik dann trotzdem an. Doch ebenso wie die Angelegenheit auf grosses Interesse der \u00d6ffentlichkeit stiess, so vermochte auch der ehemalige Leiter des ATLAS Experimentes, Professor Dr. Peter Jenni, mit viel Leidenschaft und Begeisterung \u00fcber die physikalische Grundlagenforschung zu referieren. Doch um was geht es bei dieser Grundlagenforschung genau?<\/p>\n<p><strong>Rekurs in die Teilchenphysik des CERN und dem LHC<\/strong><\/p>\n<p>Prim\u00e4res Ziel der Teilchenphysik ist es, die elementaren Bausteine der Materie und ihre Kr\u00e4fte und Wechselwirkungen zu erforschen. Dies geschieht im CERN in Genf, das mit 22 Mitgliedstaaten und \u00fcber 13`000 Gastwissenschaftlern aus verschiedenen Nationen das weltweit gr\u00f6sste Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik darstellt und ebenso international finanziert wird. Jenni erl\u00e4uterte: \u00abDie Experimente im Labor des derzeit bedeutendsten Teilchenbeschleunigers LHC, dem Large Hadron Collidor, erm\u00f6glichen uns eine Kontrollierbarkeit der Bedingungen und wiederholbare Messungen.\u00bb Der hochkomplexe LHC wurde nach einer langen Vorgeschichte, die sich \u00fcber 30 Jahre hinstreckte, 2008 in Betrieb genommen. Die ringf\u00f6rmige Versuchsanlage mit einem Umfang von 27 Kilometer, die etwa 100 Meter in einem Tunnel unter dem Boden liegt, ist mit zwei spezifischen Teilchendetektoren und zwei Grossdetektoren ausgestattet. Vereinfacht gesagt werden mit Hilfe der Vorbeschleuniger im LHC Protonen bis auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht. Die Detektoren, beispielsweise der bekannte ATLAS-Detektor, helfen dabei eine Vorauswahl der interessanten Kollisionsereignisse zu treffen und die neu entstandenen Teilchen zu registrieren und ihre Eigenschaften zu vermessen. Jenni, der als Gr\u00fcndervater des ATLAS Experimentes gilt, meinte dazu: \u00abDie ersten Teilchenkollisionen fanden 2009 statt und waren zu Beginn sehr selten, deshalb war es essentiell sehr leistungsf\u00e4hig Detektoren zu haben. Zwischen 2010 und 2012 wurden bereits viele Kollisionen gesehen und studiert.\u00bb Der emerierte Professor, der h\u00e4ufig als Gastwissenschaftler Referate h\u00e4lt und im CERN noch immer ein wichtiger Besucher ist, betonte, dass der enorm hohe Aufwand, \u00fcber die Herstellung, zum Betrieb sowie der Datenauswertung, auf einer kollaborativen Arbeit beruhe.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreiche Entdeckung des Higgs-Feld <\/strong><\/p>\n<p>Jenni erz\u00e4hlte weiter, dass nebst den Physikern Peter Ware Higgs und \u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fran%C3%A7ois_Englert\">Fran\u00e7ois Englert<\/a> auch Fachleute aus der ganzen Welt massgeblich am Erfolg des Higgs-Boson Teilchen im Jahre 2012 beteiligt waren. Das Higgs -Teilchen mit seinen neuen spezifischen Eigenschaften ist f\u00fcr die Erkl\u00e4rung des Ursprungs der Masse ein wichtiger Bestandteil. Higgs und Englert wurden daf\u00fcr 2013 mit dem Nobelpreis f\u00fcr Physik ausgezeichnet. Seither ist es im CERN jedoch nicht ruhiger geworden. \u00abWir experimentieren weiter, die genauen Eigenschaften des Higgs werden genauer verfolgt und der Detektor wird in den n\u00e4chsten zwei Jahren aufger\u00fcstet. Die Laufzeit des LHC betr\u00e4gt fast weitere 20 Jahre und viele Fragen jenseits des Standardmodells stehen uns noch offen, die allenfalls beantwortet werden k\u00f6nnen. Die Geschichte ist also noch lange nicht zu Ende\u00bb. Und ebenso geduldig und ausf\u00fchrlich wie w\u00e4hrend des Referates stellte sich dann der nahbare Professor den vielen interessierten Abschlussfragen aus dem Publikum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt der kleinsten Teilchen Professor Doktor Peter Jenni vom CERN, der europ\u00e4ischen Organisation f\u00fcr Kernforschung, konnte f\u00fcr die vergangene Woche stattgefundene Veranstaltung der Kulturellen Vereinigung in Bad Ragaz gewonnen werden. 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