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Zeitungsbericht „ARGENTINIEN zwischen Tropen und Eis“, vom 17.1.2019

Argentinien in seiner ganzen Vielfalt

Vergangene Woche organisierte die Kulturelle Vereinigung Bad Ragaz eine Multivision-Reise, die zum Träumen verleitete: Dr. Heiko Beyer nahm das zahlreich erschienene Publikum im Kursaal mit auf eine eindrückliche Reise quer durch Argentinien.

von Angela Adank

Als hätte es der Präsident der kulturellen Vereinigung, Renato Bergamin, in seiner Begrüssungsrede geahnt, als er den Referenten aus Deutschland , Dr. Heiko Beyer, ankündigte und den Zuschauern im gut gefüllten Kursaal eine «buen viaje» wünschte: Die fast zweistündige Foto-und Filmshow, von den argentinischen Anden bis hinunter zum abgelegenen Feuerland, präsentierte sich als schlichtweg atemberaubend. Der passionierte Fotograf und Lateinamerika-Kenner zeigte farbintensive und wuchtige Bilder, gepaart mit eigenen Video-und passenden Tonsequenzen, welche die vielfältigen Eindrücke dem interessierten Publikum noch näher brachten.

Ein Land mit unendlichen Weiten

Mit einer Nord-Südausdehnung von 3`694 km und einer Breite von 1`423 km, lässt sich dieses Land nicht einfach mal schnell bereisen. Und im Vergleich dazu erscheint die Schweiz, ja auch Deutschland, gerade ziemlich klein, wie Beyer zu Beginn aufzeigte. «Argentinien bietet unendlich viele Facetten und viel Platz, wenn man die Weite und Abgeschiedenheit sucht.» Ein ideales Land also für Naturliebhaber, Freiheitssuchende und Abenteurer, wie Dr. Heiko Beyer einer ist, der das Land schon mehrere Male und für längere Zeit bereist hat. In die Ferne schweifen liess es sich dann auch gut während des Vortrages: Humorvoll und lebhaft berichtete der Referent von seinem Start in der Hauptstadt Buenos Aires und seinen ersten Tangoversuchen, seiner Reise hinauf zu den gewaltigen Iguazú-Wasserfällen ganz im Nordosten des Landes und seinen Abstecher zum Naturparadies «Esteros del Iberá ». Leidenschaftlich berichtete er auch über seine Lieblingsgegend, dem Nordwesten des Landes. Von der Provinzhauptstadt Salta führte ihn die Reise weiter über die Hochlandstrasse in abgelegenere Gebiete der nördlichen Hochwüste, vorbei an dem riesigen Salzsee «Salinas Grandes». Als fesselnder Geheimtipp gab der deutsche Reisefotograf auch das Stichwort Tolar Grande an, ein mystischer Platz inmitten der Fläche des Salars de Arizaro, ein ehrfürchtiger Ort in der kargen Puna-Gegend.

Die wilde Romantik Patagoniens

Den Anden entlang weiter hinunter, vorbei an wunderschönen Nationalparks im Norden Patagoniens, die ein wenig an Kanada erinnern, gelangte Beyer nach Südpatagonien. Auf der «ruta 40 Süd», auf der der Wind ein stetiger Begleiter ist, spüre man die grosse Freiheit von Argentinien, so der Referent. Ihm gelang es auch, nach ein paar Tagen des Organisierens, in einer Kleingruppe das südliche patagonische Inlandeisfeld zu erkunden. Der Abstecher auf diese grosse Eiswüste war ein gewagtes Abenteuer, das wie die Bilder zeigten, den Fotografen mit schlichtweg gewaltigen Fotos von der Bergkulisse «Fitz Roy und Cerro Torre» und vom Nationalpark «Los Glaciares» belohnte. Ebenfalls erzählte der Fotojournalist von seiner unglaublichen Suche nach Don Hugo, einem Gaucho, dem Beyer vor 10 Jahren auf einer abgeschiedenen Estanica in Südpatagonien begegnete und den er, nach viel Effort, endlich wieder traf. Den Abstecher ganz zur Südspitze nach Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt und zum Nationalpark Feuerland, bildete dann das Tüpfelchen auf dem i.

Packende Live-Multivision-Show

Der vielbereiste Referent versteht es gekonnt seine Bilder in eine spannende Live-Multivision-Show zu verpacken. 1994 führte ihn seine erste Reise nach Argentinien, das ihn sofort in seinen Bann zog. Daraufhin folgten weitere und längere Reisen, von denen er die besten Bilder für seine Vorträge verwendet. Trotz seinen Erfahrungen meinte Dr. Heiko Beyer abschliessend: «Ich habe noch immer nur einen kleinen Splitter von diesem Land gesehen, es gibt da noch viel mehr zu entdecken». Und er versprach allen Interessierten, von denen es nach diesem Abend sicher einige gab: «Egal ob organisiert oder individuell, in diesem Land kommen alle Reisende auf ihre Kosten!»

Auf www.vision21.de sind weitere Infos über den Referenten und seine Projekte zu finden.